Über mich

Portraitfoto von Patrick Schoebel

Ich bin UX-Designer mit acht Jahren Berufserfahrung und entwickle zudem seit über 15 Jahren Software.

Hintergrund

Technologie begeistert mich, seit ich zehn bin: erste HTML-Seiten, ein einfaches CMS in PHP, meine erste iPhone-App 2008. Diese frühe Neugier führte mich schließlich zu einer Berufsausbildung zum Fachinformatiker in der Fachrichtung Anwendungsentwicklung, anschließend zum Studium der Kognitiven Informatik und dann zu einem Master of Science in User Experience Engineering (abgeschlossen mit Auszeichnung), letztere beide mit Fokus auf Mensch-Computer-Interaktion.

Acht Jahre lang arbeitete ich bei Accenture Song als UX-Designer an Audis digitalem Kundenportal myAudi. Zunächst im Team für die native App, dann in einem Kreationsteam für App und Web, und schließlich in einem crossfunktionalen Team mit Fokus auf das Web-Erlebnis. Ich gestaltete Features für das gesamte Produkt, führte Usability-Tests durch und arbeitete in einem SAFe-Umfeld eng mit Entwickler:innen, UI-Designer:innen und Copywriter:innen zusammen.

Neben meiner UX-Arbeit gestalte und entwickle ich native iOS-Apps mit Swift und SwiftUI. Aktuell sind zwei meiner Apps im App Store verfügbar: Onoma und ZigHaven. Weil ich selbst entwickle, verstehe ich technische Rahmenbedingungen aus erster Hand — das macht die Zusammenarbeit mit Entwicklungsteams produktiver.

Wie ich arbeite

Gutes Design ist unsichtbar. Die besten Interfaces lassen komplexe Dinge mühelos wirken — nicht indem sie Komplexität verstecken, sondern indem sie so gut strukturiert sind, dass Nutzer:innen nicht darüber nachdenken müssen. Dieses Prinzip leitet jede meiner Designentscheidungen.

  • Research-getrieben: Ich stütze Designentscheidungen wann immer möglich auf User Research, Analytics und Usability-Tests, nicht auf Annahmen.
  • Sicher im Umgang mit Komplexität: Enterprise-Systeme, mehrere Backends, plattformübergreifende Anforderungen — all das habe ich im großen Maßstab gemeistert.
  • Design-to-Code-Kompetenz: Ich spreche beide Sprachen, was weniger Überraschungen im Handoff und realistischere Designvorschläge bedeutet.
  • Kollaborativ: Ich arbeite gerne in crossfunktionalen Teams und schätze offenes, konstruktives Feedback.

Kompetenzen & Werkzeuge

  • UX: User Research, Usability Testing, Wireframing, Prototyping, Informationsarchitektur, User Flows, Journey Mapping, A/B Testing, Interaction Design, Barrierefreiheit
  • UI: Designsysteme, Responsive Design, Micro-Interactions
  • Entwicklung: Swift, SwiftUI, HTML/CSS, JavaScript
  • Tools: Figma, Sketch, Xcode, Git, Jira, Confluence
  • KI-Tools: Claude, ChatGPT, Figma AI
  • Methoden: Scrum, SAFe, Design Thinking, Jobs to be Done

Meine Position zu KI in Design & Entwicklung

Künstliche Intelligenz verändert bereits heute, wie Designer:innen und Entwickler:innen arbeiten, und ich gehe davon aus, dass dieser Einfluss noch erheblich zunehmen wird. Meine Haltung ist dabei weder unkritische Begeisterung noch Ablehnung: KI bringt echte Verschiebungen in Arbeitsabläufen und Aufgabenfeldern mit sich, die es ernst zu nehmen gilt.

Konkret verändert sich bereits Folgendes:

  • Prototyping und Ideenfindung beschleunigen sich. KI-gestützte Tools können UI-Varianten generieren, Layout-Patterns vorschlagen oder erste Entwürfe aus Textbeschreibungen erzeugen. Die Rolle von Designer:innen verlagert sich damit: weniger kleinteiliges Ausarbeiten, mehr Bewerten, Auswählen und Verfeinern.
  • Design-Research wird erweitert. KI kann helfen, große Mengen qualitativer Daten zu verdichten und auszuwerten — Interview-Transkripte, Aufzeichnungen von Use-Labs, Umfragen — und verkürzt so die Zeit zwischen Research und verwertbaren Erkenntnissen, ohne das Urteilsvermögen zu ersetzen, das für die Interpretation nötig ist.
  • Die Hürde zum funktionalen Prototyp sinkt. KI-Modelle lassen sich per natürlicher Sprache steuern, um lauffähigen Code zu erzeugen — es wird zunehmend möglich, vom Konzept zum funktionalen Prototyp zu gelangen, ohne tiefes technisches Spezialwissen einsetzen zu müssen.
  • Design-Tools selbst entwickeln sich weiter. Tools wie Figma integrieren KI-Funktionen — von generativen Inhalten bis zu intelligenten Layout-Vorschlägen — welche die tägliche Designarbeit schrittweise, aber spürbar verändern.

So habe ich Claude und ChatGPT eingesetzt, um Prototypen und Utilities zu entwickeln, visuelle Richtungen zu erkunden, Textvarianten zu erzeugen und zu vergleichen, und Konzepte zu hinterfragen, bevor man sich auf sie festlegt. Außerdem habe ich erste Schritte mit Figma AI unternommen und erkunde, wie KI-gestützte Workflows sinnvoll in einen professionellen Designprozess integriert werden können.

KI-Tools können ein Game-Changer sein — aber sie sind kein direkter Ersatz für grundlegende UX- oder Entwicklungskompetenzen: User Research, systemisches Denken, Barrierefreiheit, die Fähigkeit, die richtigen Fragen zu stellen — und ebenso wenig für solides Verständnis von Architektur, Code-Qualität, Debugging oder dem Umgang mit technischen Constraints. Doch sie erhöhen das Potenzial dessen, was eine einzelne Person in Design und Entwicklung leisten kann, und verändern, wie die Zusammenarbeit zwischen Disziplinen aussieht. Deshalb baue ich aktiv Wissen in diesen Tools auf.

Und sonst so?

Während meines Masterstudiums engagierte ich mich als Botschafter bei STEM Scotland, um junge Menschen für Technologie zu begeistern. Außerhalb der Arbeit interessiere ich mich für urbane Mobilität und Radinfrastruktur und setze gern handwerkliche Projekte um, vom 3D-Druck bis zum klassischen Heimwerken.

Verfügbarkeit

Ich bin aktuell verfügbar — sowohl für Festanstellungen im UX-Bereich als auch für Freelance-Projekte. Ich arbeite bevorzugt remote aus Hamburg. Auch auf Herausforderungen im Bereich der Softwareentwicklung als Hybridansatz mit UX-Entwicklung freue ich mich.

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